Ausstellung

Feinde | Brüder – Deutsche Kriegsgefangene in Japan

Ausstellungsinstallation von Brigitte Krause | Installationsdesign: Olaf Welling

Die Geschichte eines außergewöhnlichen Kriegsgefangenenlagers während des 1. Weltkrieges, die von Respekt und Annäherung erzählt. Kunst und Handwerk erleichterten nicht nur das Gefange­nen­leben, sondern wurden an die japanischen Sieger weitergeben und dadurch zu einem bemerkenswerten Teil japanischer Lebensart.

Zwei Filmprojektionen, eine Diaprojektion, sowie eine Zitatensammlung von Kriegsgefangenen, Nachkommen und Historikern führen den Zuschauer durch Thema, Zeit und Raum.

Projektion 1/GefangenenLeben
Im Kriegsgefangenenlager Bando gesteht Lagerleiter Matsue den etwa 1000 Gefangenen ungewöhn­liche Freiheiten zu, die sie handwerklich und kulturell nutzen.
Bei der Rückkehr im Januar 1920 verabschiedet sich der Repräsentant der Kriegsgefangenen: „In Zukunft werden wir in irgendeiner Form an Menschen, die sich in unglücklicheren Umständen befinden als wir, Ihren Geist weitergeben. „ Alle Menschen sind Brüder“, …- Sayonara.“

Projektion 2/NachLeben
Im Kriegsgefangenenlager Bando bauen die Gefangenen Brücken, reale und geistige.1918 ist im Gefangenenlager Bando erstmals Beet­hovens 9. Symphonie zu hören, die zur heimlichen Nationalhymne Japans wird.

Projektion 3/PartnerschaftLeben
Neben dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager ist das Deutsche Haus Naruto entstanden. Die Stadt Naruto pflegt seit 1974 eine Partnerschaft mit Lüneburg und Niedersachsen unterhält seit 2007 einen Austausch mit der dortigen Präfektur Tokushima.



DOWNLOADS

Text zur Ausstellungsinstallation (PDF, 720 KB)